Suendenfall
Gustav Doré


Teil I: 1. Mose 3:1-6 – der Sündenfall
  1. Ist es passiert?
    1. Was sagt die Bibelkritik?
    2. Was sagt uns Paulus?
  1. Was ist passiert?
    1. Die List der Schlange: der Engel des Lichts
    2. Die Reaktion Evas im Vgl. zur Reaktion Jesu
 
Teil II: 1. Mose 3:7-24 – die Folgen des Sündenfalls
  1. Was sind die Folgen?
    1. Vorher: Ebenbild Gottes / Heute: „wie Gott“, aber „ohne Gott“
    2. Vorher: Ein Fleisch / Heute: Scham und Herrschaft
    3. Vorher: Bebauer und Bewahrer / Heute: Schwitzender Arbeiter
  1. Was können wir heute tun?
    1. Gar nichts – Wiederherstellung allein durch Gottes Gnade
    2. Vieles – Demut, Vertrauen, Dankbarkeit, Anbetung, Gehorsam



Sündenfall: Sünde, die Folgen und die Rettung

Historizität des Sündenfalls

 
Eine Schlange sprach zur Frau, soso. Wirklich? Was machen wir mit der Geschichte? Sollen wir sie verbannen ins Reich der Märchen? Ist es nur „bildhafte Sprache“?
 
Ist die Geschichte vom Sündenfall historisch? Ist sie wirklich passiert? Natürlich, sagt der aufrichtige, bibeltreue Christ – aber mit der Frage auseinandersetzen will er sich meist nicht.
 
Der Heide, der Gottlose sagt, die Geschichte ist ein Mythos. Der liberale Theologe an der Universität sagt das auch. Was sagen wir ihnen? Was können wir ihnen entgegenhalten?
 
Die Bibel erklärt sich immer am besten durch sich selbst. Wenn wir ein Wort nicht verstehen, dann schauen wir nach, ob nicht an anderer Stelle etwas zu dem Wort geschrieben steht. Was sagt die Schrift zum Sündenfall? Wird darauf Bezug genommen? Und wenn ja, wird der Sündenfall als historisch vorausgesetzt oder nicht? Lesen wir drei Stellen aus dem NT:
 
Ich fürchte aber, es könnte, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnnung verdorben und abgewandt werden von der Einfalt gegenüber Christus.“ - 2. Korinther 11:3
 
Eine Frau soll in der Stille lernen, in aller Unterordnung. Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren, auch nicht, daß sie über den Mann herrscht, sondern sie soll sich still verhalten. Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und geriet in Übertretung; sie soll aber davor bewahrt werden durch das Kindergebären, wenn sie bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht.“ - 1. Timotheus 2:11ff.
 
Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben... wie nun durch die Übertretung des Einen die Verurteilung für alle Menschen kam, so kommt auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung, die Leben gibt.“ - Römer 5:12+18
 
Wir haben also drei Textstellen des Paulus im NT, die sich auf den Sündenfall beziehen: (1) er fürchtet, die Christen könnten verführt werden wie damals Eva; (2) er lehrt, die Frau solle sich unterordnen weil Eva zuerst verführt wurde; (3) er lehrt, dass durch den einen Christus die Gerechtigkeit kommt, wie durch den einen Adam die Sünde in die Welt kam.
 
Wir werden auf die Textstellen später noch eingehen. Entscheidend ist hier: hat der Sündenfall „in Wahrheit“ gar nicht stattgefunden, kippt auch die Argumentation des Paulus. Paulus geht also – als Gelehrter (!) – davon aus, dass der Sündenfall tatsächlich stattgefunden hat und das so, wie es eben geschrieben steht. Und wenn er es tut, dann tun wir das auch. Das ist die richtige Hermeneutik.
 
Daneben wissen wir, dass mit Adam ein in der Bibel überlieferter Stammbaum beginnt. (Lukas 3:38) Zum Garten Eden sind uns Ortsangaben wie Flüsse und Bodenschätze überliefert. (1. Mose 2:10ff.) Das alles deutet darauf hin, dass Ort inkl. Geschehen real sind.
 
Betrachtung des Sündenfalls
 
Die bibelkritische Frage erinnert an die Frage der Schlange: „Sollte Gott wirklich gesagt haben?“ Der Bibelkritiker liest die Bibel und nimmt gleichzeitig an: „So wie es dort steht, kann es auf keinen Fall passiert oder gemeint sein.“ Die List der Schlange ist heute noch dieselbe.
 
Schauen wir uns das Gespräch der Schlange mit Eva an. Was sagt die Schlange? „Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“
 
Und, was hat Gott gesagt? Eva antwortet richtig, aber: Sie lässt sich auf das Gespräch ein, der Anfang ist gemacht. Es geht weiter, die Schlange sagt: „Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon eßt, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist!“ (1. Mose 3:4f.)
 
Erst eine Einstiegsfrage, eine rhetorische Frage um zu verwirren und um Vertrauen zu gewinnen, und nun behauptet die Schlange ganz frech, Gott sei ein Lügner.
 
Und diese Behauptung ist listig: Tatsächlich ist es der „Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen“ (2:17) und tatsächlich sagt Gott auch später, „der Mensch ist geworden wie unsereiner, indem er erkennt, was gut und böse ist“ (3:22). Die Schlange hat sogar auf eine Weise recht wenn sie sagt, „ihr werdet nicht sterben“ - nur meint sie etwas ganz anderes als Gott. Unsere Seele wird nicht sterben, sie wird sich nicht ins Nichts auflösen. Gott aber warnt vor dem leiblichen Tod, vor dem „Staub zu Staub“, und vor dem ewigen geistlichen Tod, der ewigen Trennung von Gott.
 
Die Schlange ist sehr listig, sie kommt daher im frommen Gewand. „Ihr werdet sein wie Gott.“ „Ihr werdet höhere Erkenntnis haben“, oder heute könnte man vielleicht sagen: „Ihr werdet Gott noch besser erkennen“ - durch diese oder jene besondere Offenbarung. Nicht Jesus hätte zuletzt gesprochen wird gesagt, sondern Mohammed. Es sind solche „besondere Offenbarungen“, die bis heute Sekten entstehen lassen. Die Mormonen haben ihr „besonderes“ Buch, der Gründer der Zeugen Jehovas meint er hätte etwas „Besseres“ und „Höheres“ empfangen. Schon zur Zeit der Apostel gab es die „Gnosis“-Bewegung, die „Erkenntnis“-Bewegung. Und auch heute, ganz aktuell, gibt es die sog. „charismatische Bewegung“ mit ihren „Zeichen“ und „besonderen Prophetien“.
 
Der Teufel erscheint uns als Engel des Lichts. Wären seine Angriffe offensichtlich böse, könnten wir sie leichter abwehren. Es sind die Halbwahrheiten und das scheinbar Gute, das nur nach außen hin gut ist aber im Kern böse. Der Wolf im Schafspelz: Er sieht aus wie ein Schaf, ist aber ein Wolf. Der Engel des Lichts: Er sieht aus wie Gott, ist aber der Teufel. Die Frucht am Baum der Erkenntnis war nach außen eine „Lust für die Augen“, und sie aßen – erst Eva, von ihr dann auch Adam.
 
Was hätten sie besser getan? Was hatte Jesus getan, als er versucht wurde? (Mt 4:1-11)
  1. Es steht geschrieben...
  2. Weiche von mir, Satan!
Die Bibel erklärt sich durch sich selbst. (1) Wir müssen sie kennen und (2) dem Teufel widerstehen – auch in dem Wissen, dass er listig ist und uns oft als Engel des Lichts erscheint.
 
Ich fürchte aber, es könnte, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnnung verdorben und abgewandt werden von der Einfalt gegenüber Christus.“ - 2. Korinther 11:3
 
Die Sorge von Paulus ist auch heute noch berechtigt. Seid vorsichtig und nehmt Euch Jesus als Vorbild! Und hört auf Jesus wenn er uns – gerade heute in der Endzeit – sagt:
 
Habt acht, daß euch niemand verführt!“ - Matthäus 24:4
 
 
Teil II: Die Folgen des Sündenfalls
 
Der Baum war Eva „eine Lust für die Augen“. Ob die Frucht wohl geschmeckt hat? Wir lesen nichts darüber, stattdessen aber von verheerenden Folgen, hier in drei Punkte unterteilt:
  1. Das Ebenbild Gottes verliert seine Herrlichkeit
Alle haben gesündigt und verlieren die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten.“
- Römer 3:23
 
Wir sind erschaffen im Bild Gottes, was heißt das eigentlich? Was bedeutet es wenn geschrieben steht, dass wir die Herrlichkeit verloren haben, die wir vor Gott haben sollten?
 
Ebenbild Gottes meint vor allem eins: Der Mensch als Gottes Gegenüber. Nicht in seinem Sein Gott ähnlich, sondern in seiner freiheitlichen Beziehung zu Ihm. Nicht die Fähigkeiten des Menschen stehen im Vordergrund, sondern die Gemeinschaft mit Gott. [Nicht analogia entis, sondern analogia relationis; vgl. Bonhoeffer, Schöpfung und Fall, S. 60f.] Hat der Mensch ebenso wie Gott Sinne und Fähigkeiten wie z.B. sehen, hören, riechen, denken, sprechen, dann vor allem, um in der Gemeinschaft mit Gott zu leben.
 
Zur Gemeinschaft ist er geschaffen worden, und diese Gemeinschaft ist nun zerstört. Damit ist der Mensch nicht mehr wirklich Mensch. Er ist geworden „wie Gott“, nun aber „ohne Gott“.
 
In der Bibel lesen wir: (1) sie hören die Stimme Gottes und verstecken sich; (2) sie versuchen, sich in dem Gespräch über den Sündenfall zu rechtfertigen und verweisen auf den anderen („dafür bin ich nicht zuständig, das ist nicht meine Schuld oder Verantwortung“); (3) sie werden verbannt. Erst befindet sich der Mensch auf der Flucht vor Gott, und dann wird er von Gott des Heiligtums verwiesen.
 
Da steht er nun, der Mensch. Alleine. Außerhalb des Gartens. Und so muss er nun leben, ohne Gott. Ohne Halt, ohne Orientierung, ohne ewiges Leben, den ewigen Tod vor Augen. Wahrscheinlich war Adam die Konsequenz seiner Sünde gar nicht so bewusst, aber heute sehen wir: Der Mensch ist auf sich gestellt, er macht sich seine eigenen Gebote, entscheidet über Abtreibung und Sterbehilfe, ist sich selbst Lebenshilfe, Arzt, Berater, Politiker, und wir sind umgeben von Leiden und Tod und es wird nicht besser.
 
Die Gemeinschaft mit Gott ist gebrochen, und so ist der Mensch nicht mehr Mensch und die gesamte Schöpfung nicht mehr dieselbe. Sie ist seit dem Sündenfall der Vergänglichkeit unterworfen, in Knechtschaft der Sterblichkeit, sie seufzt und liegt in Wehen... (Röm 8:18ff.) Der Sündenfall ist die Zerstörung der vollkommenen Schöpfung durch das Geschöpf.
  1. Der Mensch und seine Frau: Scham und Herrschaft
Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.“ (2:25) „Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, daß sie nackt waren.“ (3:7)
 
Was ist passiert? Warum schämen sich die beiden plötzlich und vor wem eigentlich?
 
Der Mensch ist nicht nur zur Gemeinschaft mit Gott geschaffen, sondern auch zur ehelichen Gemeinschaft. Der eine lebt für den anderen und auch darin sind sie Ebenbild Gottes. (1:27) Eva ist dem Adam eine „Gehilfin“ und auch Adam ist Eva ein Gegenüber, ihr Mann der sie liebt. Beide schauen nicht auf sich selbst, sondern auf den anderen.

Eine Definition von Liebe in der Ehe ist: „Liebe ist, die Bedürfnisse des anderen (versuchen) zu erkennen und ihnen zu begegnen.“ Liebe ist also auf den anderen gerichtet und nicht auf sich selbst. Adam und Eva schauten auf den anderen und nun schauen sie auf sich selbst, erkennen und schämen sich: „Ich bin nackt!“
 
Die Beziehung des Menschen als Mann und Frau erlebt einen Bruch. Sie sind nicht mehr ein Fleisch. Sie schämen sich plötzlich voreinander und hinzu kommt die Herrschaft des Mannes:
 
Gott sprach zur Frau (nicht zum Mann): „Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen; mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen!“ (1. Mose 3:16)
 
Weil Eva – zuerst – verführt wurde, greift Gott ein: Der Mann soll über die Frau herrschen! Das ist ein Gebot, es steht geschrieben. Und es wird der Frau gesagt, nicht dem Mann! Ich frage die Frauen, was haltet ihr davon und: Haltet ihr Euch daran? Die Welt tut es nicht.
 
Wir haben oben bereits den Vers aus dem Neuen Testament gelesen, was das heute für die christliche Gemeinde bedeutet. Es schließt eine Frau als Pastorin aus. Wenn heute gesagt wird, das hätte Paulus aus seinem kulturellen Hintergrund heraus geschrieben und es sei heute nicht mehr anwendbar, dann fragt uns die Schlange: „Sollte Gott gesagt haben?“
 
Die Folgen des Sündenfalls – ein Bruch in den Beziehungen, und dazu:
  1. Arbeit – aus Spaß wurde Ernst
Gott erschuf die Erde wunderbar, und dann gibt er sie in die Hand des Menschen, damit er sie „bebaue und bewahre“. (1. Mose 2:15) Was ein Privileg, was eine Freude! Dazu hatte er genug zum Leben und brauchte kein Gehalt, kein Arbeitslosengeld und auch keine Rente. „Von jedem Baum darfst du nach Belieben essen.“ (2:16) Es waren genug Bäume gewachsen, nun aber Dornen und Disteln. (3:18) Und Gott sprach zum Mann: „Der Erdboden sei verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang... Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen.“ (3:17ff.)
 
Je sündiger die Welt wird, desto mehr löst und entfernt sich der Mensch von seinem Land. Es geht weiter mit Kain, dem Gott sagte „Und verflucht sollst du sein von dem Erdboden hinweg … Wenn du den Erdboden bebaust, soll er dir künftig seinen Ertrag nicht mehr geben. Unstet und flüchtig sollst du sein auf der Erde!“ (4:11f) Dann die Sünde zur Zeit Noahs, welche die Flut brachte. (5:29) Dann der Turmbau zu Babel und die Menschen wurden zerstreut... (11:9)
 
Je sündiger die Welt, desto größer der Bruch zwischen dem Menschen und seinem Land. Heute sehen wir Hungersnöte, die Ausbeutung des Menschen und der Ressourcen.
 
Es gibt heute Stimmen die sagen, die Arbeit sei gut und ein Geschenk. Das stimmt insoweit, als dass Gott uns durch die Arbeit versorgt und uns eine Aufgabe schenkt. Aber es ist harte Arbeit, nicht das Paradies. Es wäre weit besser, es gäbe genug Bäume und alle würden satt, es gäbe weder Hungersnöte noch kapitalistische Ausbeutung der Armen durch die Reichen.
 
Genauso gibt es Stimmen die sagen, der Sündenfall ist positiv zu sehen denn Gott gebraucht ihn, um zu erschaffen. Der Gedanke ist der, dass die Erhaltung der Welt nach dem Sündenfall fortgesetzte Schöpfung sei und der Sündenfall demnach Gott dazu diene, seine „gute“ Schöpfung zu einer „noch besseren“ fortzusetzen. Auch das erinnert an die Schlange die sagt: „Keineswegs werdet ihr sterben...“ Es wäre besser, niemand ginge verloren.
 
Wir dürfen uns nicht dazu verleiten lassen, die Sünde und den Fluch als „gut“ zu bezeichnen.
 
Der Mensch außerhalb des Gartens – was kann er tun?
  1. Gar nichts, der Mensch ist von der Gnade Gottes abhängig
In welcher Position befindet sich der Mensch? An welchem Ort lebt er? Er lebt außerhalb des Gartens, von seinem Schöpfer getrennt und er kann nichts tun, um daran etwas zu ändern.
 
Der Mensch ist hilflos und seine Lage ist aussichtslos. Wir müssen uns dieser völligen Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit bewusst werden. Adam und Eva sind aus dem Garten Eden verbannt worden und nun hat Gott die Cherubim beauftragt, den Eingang zu bewachen. (1. Mose 3:24) In ihrer Hand halten sie ein blitzendes Schwert, an dem kein vorbeikommen ist. Niemand kann die Tür zurück ins Paradies öffnen als allein Gott selbst. Und das gilt für jeden Menschen, denn wir alle haben gesündigt.
 
Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben... wie nun durch die Übertretung des Einen die Verurteilung für alle Menschen kam, so kommt auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung, die Leben gibt.“ - Römer 5:12+18
 
a) Durch die Übertretung des Einen kam die Sünde, die Verurteilung, der Tod
 
Durch Adam ist die Sünde und der Tod in die Welt gekommen, die Natur des Menschen ist verdorben, wir wurden alle außerhalb des Gartens geboren. Wir kennen den Begriff „Ursünde“:
 
König David sagt in Psalm 51:7: „Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.“ Schlimmer noch, wir hassen Gott: „Das Trachten des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott.“ (Römer 8:7) „Wir taten den Willen des Fleisches und der Gedanken, wir waren von Natur Kinder des Zorns.“ (Epheser 2:3) Die Natur des Menschen ist gefallen, der Mensch braucht eine Neuschöpfung, und die bekommt er durch den Glauben an Jesus und durch die Wiedergeburt.
 
b) Durch die Gerechtigkeit des Einen kam die Rechtfertigung, die Leben gibt
 
Es ist Jesus Christus, der eben nicht in Schuld geboren ist. Er ist der einzige Gott-Mensch, der nie gesündigt hat. Und obwohl er den Tod nicht verdiente, ist er für uns gestorben und hat am Kreuz unsere Sünde getragen, dann den Tod überwunden.
 
Und nun sagt Jesus zu Nikodemus (zweimal!): „Wenn jemand nicht von neuem (V.5: aus Wasser und Geist) geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (Johannes 3:3)
 
Die Wiedergeburt macht aus der alten, verdorbenen Natur eine neue. Es ist ein ganz und gar passiver Vorgang, der Mensch kann die Neugeburt nur empfangen. Und so überwindet Gott selbst den Sündenfall durch Jesus Christus und öffnet uns die Tür ins Paradies. Im Tempel ist der Vorhang zum Allerheiligsten zerrissen, vor dem Garten Eden gewährt der Cherubim dem Gläubigen nun Einlass.
 
Die entscheidende Frage: Hast Du den Heiligen Geist? Wie können wir das wissen? Betrachte dein Leben und die Frucht die Du bringst, wonach verlangst Du und wen willst Du verherrlichen? „Der Geist Gottes gibt uns Zeugnis, dass wir Gottes Kinder sind.“ (Römer 8:16) Bist Du ein Gotteskind? Wenn Du dir nicht sicher bist dann suche das Gespräch, triff deine Entscheidung und lass Dich von Gott beschenken. Gott allein, nur Jesus Christus kann dich retten, geh zu Ihm und nimm seine Gnade an!
  1. Vieles, denn der Mensch empfängt diese Gnade in Jesus Christus
Demut und Vertrauen, im Wissen von Abhängigkeit und Hilflosigkeit:
 
„So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit! Alle Sorge werfet auf ihn, denn er sorgt für euch.“ - 1 Petrus 5:5
 
Dankbarkeit, denn alle Rettung empfangen wir aus souveräner Gnade:
 
„Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde; und rufe mich an am Tag der Not, so will ich Dich retten, und du sollst mich ehren!“ - Psalm 50:15
 
Anbetung, denn Gott hat uns erwählt und uns geliebt, als wir noch Feinde waren (Römer 5:8):
 
„O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unerforschlich seine Wege!“
- Römer 11:33
 
Gehorsam, denn das ist der Mensch, das Ebenbild, in freiheitlicher Beziehung mit Gott:
 
„Laßt uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das macht den ganzen Menschen aus.“ - Prediger 11:13
 
Gott lädt Dich heute ein, er will einen richtigen Menschen aus Dir machen.
 
Amen.
 

PREDIGT-SERVICE


Abonnieren Sie unseren Newsletter und Sie erhalten kurze Predigten per Email.

Ihr Name

Ihre Email-Adresse

eintragen
austragen