Sintflut
Gustav Doré


Teil I: „Sollte Gott wirklich gesagt haben?“

  1. Was hat Gott damals gesagt?
  2. Was sagt er uns heute?
Teil II: Gott sagt, Noah tut – der Wandel mit Gott
  1. Wie hat Noah reagiert?
  2. Wie reagieren wir heute?
Teil III: Die Rettung allein aus Glauben
  1. Acht Seelen, nur eine Arche
  2. Die Gemeinde, nur ein Weg



Die Sintflut: Gottes Strafgericht und Rettung

Einleitung – Struktur des Sintflutberichts

 
Der Sintflutbericht ist beides, einmal Bericht über die Strafe Gottes, aber auch die Geschichte von der Rettung für Noah und seine Familie. Dass Gott an Noah denkt und ihm einen Weg zur Rettung bereitet, steht im Mittelpunkt der Geschichte. Es ist das Mittelthema einer Chiasmus-Struktur: 
 
A. Gott beschließt, die Erde zu vernichten (6,11-13)
            B. Noah baut die Arche (6,14-22)
                        C. Gott gebietet, die Arche zu betreten (7,1-9)
                                   D. Die Flut beginnt (7,10-16)
                                               E. Die Flut hält 150 Tage an,
                                                    Berge sind bedeckt (7,17-24)
                                                           F. Gott gedenkt an Noah (8,1a)
                                               E'. Die Flut geht nach 150 Tagen zurück,
                                                     Berge werden wieder sichtbar (8,1b-5)
                                   D'. Die Erde trocknet (8,6-14)
                        C'. Gott gebietet, die Arche zu verlassen (8,15-19)
            B'. Noah baut den Altar (8,20)
A'. Gott beschließt, die Menschheit nicht zu vernichten (8,21-22)
 
 
Gott hatte beschlossen, die Erde zu "vertilgen". Er hatte es Noah gesagt und Noah hat die Arche gebaut, in der er Rettung fand. Die Rettung gab es nur in der Arche. Und heute?
 
Teil I: „Sollte Gott wirklich gesagt haben?“
 
Wir kennen bereits die List der Schlange. Und wir kennen in Deutschland die Zweifel der Bibelkritik. Was in der Bibel steht, wird angezweifelt:

„Ein Flutgericht? Ach, es wird schon nicht so schlimm gewesen sein. Ein längerer Regen, eine größere Überschwemmung, aber mehr nicht.“
 
Was hatte Gott dem Noah gesagt? Es klingt erschütternd...
 
„Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen. … Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen; denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfüllt, und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen.“ - 1. Mose 6:7.13
 
„Da reute es den Herrn, dass er den Menschen gemacht hatte ... Es reut mich, dass ich sie gemacht habe.“ - 1. Mose 6:6a.7b
 
Was ein Gedanke! Das passt so gar nicht zu unserer Vorstellung von Gott. Auch nicht zu unserer Vorstellung von uns selbst. So schlimm sind die Menschen doch alle gar nicht, oder? Wie sah es damals auf der Erde aus? Waren das etwa alles Kannibalen, primitive Kreaturen, halb Mensch halb Affe, so ganz ohne Benehmen? Wie stellen wir uns das vor?
 
Archäologische Funde sind schwer der vorsintflutlichen Zeit zuzuordnen. Aber was wir wissen, dass jegliche Kulturen auch damals schon entwickelt waren. Es gab Sprache und Regeln. Die Menschen hatten ein Gewissen damals wie heute. Es waren ganze Menschen, keine halben Tiere. Es waren z.T. sogar Hochkulturen, sie hatten Gold und Silber, Schmuck, Geräte, ein Zusammenleben und ihre ganz normalen Gewohnheiten. Es war wohl damals so wie heute:
 
„Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.“ – Matthäus 24:38f.
 
Sie merkten nichts. Sie aßen und tranken, sie lebten zusammen als Mann und Frau, sie waren fröhlich und sorglos. Sie hatten sich an die Verhältnisse und an ihre Sünde gewöhnt. Ihr Gewissen war abgestumpft. Es kommt aber nicht darauf an, welches Urteil wir über uns oder über andere fällen. Entscheidend ist, was Gott über uns denkt. Gott selbst schaute auf die Erde und sah... (1. Mose 6:5) Auch heute schaut er auf die Erde und sieht! Er sieht, er fällt sein Urteil, und er handelt danach.
 
„Die Erde ist mit Frevel erfüllt.“ (6:13)

Mit Sünde, mit Bosheit, mit bösem Trachten des Herzens. (6:5) Erst das Herz, dann die Tat. Wonach der Mensch im Herzen trachtet, danach handelt er auch. Und Gott sieht beides, zuerst das Herz und dann auch die Taten. Damals, und heute auch.
 
„Und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen.“ (6:13)

Gott bereut, dass er den Menschen gemacht hat, und nun beschließt er, seine Schöpfung wieder rückgängig zu machen.
 
Es gibt Parallelen zwischen dem Schöpfungswunder und dem Strafwunder. Am zweiten Schöpfungstag machte Gott eine Scheidung zwischen den Wassern, am ersten Tag der Sintflut „brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich.“ (7:11) Am dritten Tag sammelte Gott das Wasser, damit man das Trockene sehe. Nun schwollen die Wasser an, dass „alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden.“ (7:19) Schwebte in 1:2 der Geist Gottes über den Wassern, lesen wir in 7:17, wie die Arche über die Wasser schwebte.
 
Im Anfang war die Erde „wüst und leer“. (1:2) Ebenso herrschte durch die Sintflut wieder das "Tohuwabohu", das Nichtige, die Leere - die Erde war wieder unbewohnbar. Den winzigen und einzigen Unterschied macht eine kleine Arche mit acht Menschen und den Tierpaaren. Ohne die Arche wäre der Mensch komplett vernichtet worden.

Das Gedenken an Noah ist die Gnade Gottes.
 
Wir müssen uns das Ausmaß dieses Strafgerichts bewusst machen. Geht man heute davon aus, dass sich die Bevölkerungszahl alle 50 Jahre verdoppelt – und damals lebten die Menschen länger als heute – können wir davon ausgehen, dass bereits Milliarden von Menschen auf der Erde lebten. Das war kein kleines Dorf mehr, die ganze Erde war bevölkert. Und wir reden hier von demselben Gott, der über Ninive zu Jona sagte: „Und ich sollte kein Mitleid haben mit der großen Stadt Ninive, in der mehr als 120.000 Menschen sind, … , dazu so viel Vieh!“ (Jona 4:11) Wir glauben an den Gott der Barmherzigkeit, der geduldig und gnädig ist und von großer Güte. Und das ist ja nicht falsch. Gott ging selbst mit diesen Worten vor dem Angesicht Mose vorüber:
 
„Der HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue; der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt ...“ - 2. Mose 34,6-7a
 
Der HERR ist langsam zum Zorn, aber nicht völlig ohne Zorn. Er ist von großer Gnade und Geduld, das aber nicht unendlich. Er sagt nicht einfach „Schwamm drüber, ist mir egal.“
 
„... aber keineswegs ungestraft lässt ...“ - 2. Mose 34:7b
 
Gott lässt die Sünde nicht ungestraft. Er war gnädig und geduldig bis zur Sintflut. Immerhin, es lagen etwa 50 Jahre zwischen seinem Entschluss und seinem Gerichtswirken. Dazwischen war Gnadenzeit und die Möglichkeit zur Umkehr. Noah hatte gepredigt (2. Petrus 2:5) und in die Arche eingeladen, aber keiner ging mit ihm und seiner Familie hinein. Dann hatte Gottes Geduld schließlich ein Ende.
 
Zurück zur Frage: Was hatte Gott beschlossen?
 
„Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen. … Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen; denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfüllt, und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen.“ - 1 Mose 6:7.13
 
Der Schöpfer will den Menschen, den er erschaffen hat (!), vertilgen. Milliarden von Menschen, durch eine weltweite (!) Sintflut-Katastrophe. Und die Schlange flüstert uns zu: „Wirklich?“
 
Die meisten Menschen, darunter auch Christen, zweifeln die Sintflutgeschichte an und denken, es war nur eine lokale Überschwemmung. Das hat auch damit zu tun, dass es geologisch keine klaren Anhaltspunkte für eine globale Flut, wohl aber für lokale Überschwemmungen gibt. "Keine Beweise" sind aber kein "Beweis". Fehlen Beweise für eine Sintflut so ist das kein Beweis, dass die Sintflut nicht stattgefunden haben soll. Auch für die gängigen anderen geologischen Theorien fehlen klare, schlüssige Beweise. Es gibt viele Theorien und Modelle (auch biblische), es bleiben aber Theorien.
 
Wir halten am Wort Gottes fest und entgegnen der Schlange:

„Es steht geschrieben...“
 
„Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen.“ (6:13)
„Ich will die Wasserflut über die Erde bringen, um alles Fleisch … zu vertilgen.“ (6:17)
„Ich will alles Bestehende, das ich gemacht habe, vom Erdboden vertilgen.“ (7:4)
 
Es liegt schon in der Absicht Gottes, dass die Flut global gewesen sein muss. Sonst wäre auch keine Arche nötig gewesen, er hätte Noah nur einige Kilometer weiter führen müssen.
 
Und weiter, „Es steht geschrieben...“
 
„Da ging alles Fleisch zugrunde, das sich regte auf der Erde: Vögel, Vieh und wilde Tiere und alles, was wimmelte auf der Erde, samt allen Menschen; und es starb alles, was Lebensodem hatte auf dem trockenen Land. Er vertilgte alles Bestehende auf dem Erdboden, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und zu den Vögeln des Himmels – alles wurde von der Erde vertilgt (=ausgelöscht, ausradiert); nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war.“ - 1. Mose 7:21-12
 
Deutlicher geht es nicht. Die Flut war global, „alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel“ waren mit Wasser bedeckt. (7:19) Die Flut vertilgte das Land und tötete alles Leben darauf.
 
Was geht uns das an? Warum so eine schreckliche Geschichte?
 
Wir sind heute in derselben Situation wie damals Noah. Wir stehen heute vor demselben Gerichtsbeschluss. Hatte Gott damals zu Noah gesprochen, spricht er heute zu uns:
 
„Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? [von Jesus Christus] Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist!“ - 2. Petrus 3:3-4
 
Die Menschen haben damals gespottet „Wo ist die Flut, es ist doch alles beim Alten...“ und sie spotten heute „Wo ist Jesus Christus, wann kommt er wieder, wann ist das Gericht?“
 
Die Menschen denken, es gibt kein Gericht. Sie glauben schon nicht an die damalige Flut, und genauso wenig glauben sie an das kommende Gerichtswunder, das uns bevorsteht:
 
„Dabei übersehen sie aber absichtlich, dass es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus entstanden ist und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes; und dass durch diese Wasser die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrunde ging.“ - 2. Petrus 3:5-6
 
Schon damals blieb nicht alles 'beim Alten'. Die Erde ist „aus dem Wasser heraus entstanden“, es hatte „inmitten der Wasser“ „durch das Wort Gottes“ Bestand, und ging „durch diese Wasser“ infolge der Flut wieder zugrunde - auch nach dem Wort Gottes.
 
Und nun kommt die Parallele zu unserer Zukunft:
 
„Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.“ - 2. Petrus 3:7
 
Damals das Flutgericht, in Zukunft das Feuergericht. Die Situation ist dieselbe, und sie ist ernst. Das lehrt uns die Vergangenheit. Wir sind in der Situation Noahs.
 
Teil II: Was wir von Noah lernen können
 
1. Noah predigte und erduldete den Spott
 
„Wenn er die alte Welt nicht verschonte, sondern nur Noah, den Verkündiger der Gerechtigkeit, als Achten bewahrte, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte...“
- 2. Petrus 2:5
 
Noah war Prediger der Gerechtigkeit, doch die Leute lachten ihn aus und gingen nicht in die Arche. „Eine Flut? Wo denn? Woher soll das Wasser kommen? Ein Strafgericht Gottes? Nein, Gott gibt es nicht und wenn, dann würde er uns nie vertilgen...“ Sie lachten...
 
Es war Noah egal, was die Leute über ihn dachten. Er hat auf Gott geschaut und weitergemacht. Ähnlich erging es Jesus, als er Spott und Hohn vor der Kreuzigung erduldete. Geschlagen, provoziert, angespuckt, ausgelacht und verhöhnt haben sie Jesus, aber...
 
„Er erachtete die Schande für nichts...“ - Hebräer 12:2
 
Wie Jesus Christus ist uns auch Noah ein Vorbild. Wir sollen allein auf Gott schauen, den Spott erdulden, die Schande für nichts achten, unsere Ehre bei Gott suchen, weitermachen. Wegen des Gerichts, aber vor allem auch „um der vor uns liegenden Freude willen“.

2. Noah vertraute auf Gottes Wort

Jahrzehntelang hatte Noah gepredigt und die Arche gebaut. Er hat darin ausgeharrt, war treu in seiner Arbeit, beständig im Dienst. Was hat ihn getragen? Woher nahm er die Gewissheit?
 
Noah hatte damals dasselbe wie wir heute: das Wort Gottes, sonst nichts. Gott hatte es ihm gesagt, und heute gilt es für uns: „Es steht geschrieben...“ Und Jesus versichert uns...
 
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach.“
- Johannes 10:27
 
Wir müssen das Wort, die Bibel, kennen und daran festhalten.
 
„Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“
- Matthäus 24:35
 
Wenn Gott etwas sagt, dann tut er das auch. Darauf können wir uns verlassen.

3. Noah war gehorsam
 
Schon zu Beginn der Geschichte heißt es über Noah: „Noah wandelte mit Gott.“ (6:9) Dann beauftragt Gott ihn, eine Arche zu bauen. Sie soll 131 m (L) x 22 m (B) x 13 m (H) groß sein und drei Stockwerke haben, ein Fenster und eine Tür. Am Ende des 6. Kapitels heißt es:

„Und Noah machte es so; er machte alles genau so, wie es ihm Gott geboten hatte.“ (6:22) Er fing nicht an zu diskutieren die Arche wäre zu groß, das könnte er gar nicht schaffen, oder sie wäre zu klein, die Tiere würden nicht passen, oder sie wäre etwa nicht schwimmstabil und er hätte Sorge, die Arche könnte sinken. Er hörte und war gehorsam. Es ist auffällig, dass in der ganzen Geschichte Noahs Antwort kein einziges Mal zitiert wird.
 
Noahs Gehorsam wird danach noch dreimal hervorgehoben. Gott sagte ihm, er solle mit den Tieren in die Arche gehen. „Und Noah handelte nach allem, was der HERR ihm geboten hatte.“ (7:5) Die Familie ging zusammen mit den Tieren in die Arche, „wie Gott es dem Noah geboten hatte.“ (7:9) Und noch einmal in Vers 16: „... wie Gott ihm geboten hatte.“
 
Das war der Unterschied zwischen Noah und seinen Zeitgenossen. Noah glaubte Gott, vertraute ihm und handelte danach im Gehorsam. Beides war entscheidend: der Glaube und das Werk. Viele Menschen werden Noah vielleicht sogar zugehört und ein wenig geglaubt haben, aber sie sind nicht in die Arche gegangen und gingen verloren. Andere werden zusammen mit Noah an der Arche gearbeitet haben, weil sie Lohn dafür bekamen. Aber sie taten es ohne Glauben, ihr Werk war bedeutungslos.

Glaube und Werke gehören zusammen.
 
Was ist mit uns? Wie leben wir?
 
Genau wie damals Noah haben wir das Wort, sonst nichts. Wie aber reagieren wir auf das Wort Gottes? Sind wir gehorsam? Bauen wir? Was tun wir? Oder sollen wir etwa gar nichts tun, hat Gott uns gar keinen Auftrag gegeben? Was sind Gottes Pläne für uns, welches Ziel haben wir, und wieviel investieren wir darin? Noah hat sein Leben investiert und nach Gottes Willen gelebt. Tun wir das ebenso?
 
Was sind Gottes Pläne für die Gemeinde und wie können wir sie konkret umsetzen? Hat Gott uns eine Zukunft bereitet? Arbeiten wir nach seinen Anweisungen? Haben wir die Arche im Blick? Oder ist vieles Aktionismus, schrauben wir jeden Sonntag ein paar Bretter zusammen ohne Ziel, die ‚Arche‘ zu bauen? Wie sieht es in 20, 30 Jahren hier aus?
 
Jesus spricht: „Ich will meine Gemeinde bauen.“ (Matth 16:18) Und wir glauben das, aber was bedeutet es? Der HERR hat damals auch die Arche gebaut... Noah war sein Werkzeug.
 
Ich vergleiche hier die Gemeinde mit der Arche. Die Gemeinde ist „der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit.“ (1. Tim 3:15) Und diese Wahrheit konzentriert sich auf die Person Jesus Christus. Nicht in der Gemeinde liegt die Rettung, sondern im Glauben an Jesus Christus. Aber: Wie sollen die Menschen glauben ohne gehört zu haben, ohne Predigt? (Röm 10:14) "Wie kann ich denn Jesaja 53 verstehen, wenn mich niemand anleitet?“ fragte der Kämmerer aus Äthiopien den Philippus. (Apg 8:31)

Von Generation zu Generation müssen wir die Wahrheit des Evangeliums von Jesus Christus bewahren und weitergeben, das ist unsere Aufgabe und darauf müssen wir uns konzentrieren und alles daran setzen, dass dieses Ziel verfolgt, dieser Auftrag wahrgenommen wird.
 
Teil III: Die Rettung allein aus Glauben
 
Die Arche ist ein Bild für Jesus Christus. In ihm sind wir gerettet wie damals Noah in der Arche. Ganz interessant, dass Noah die Arche von innen und außen mit "Pech" (hebr. kaphar) überziehen sollte. (6:14) Das Wort meint eine „Bedeckung“ und aus der Wurzel leitet sich auch das Wort „Sühne“ ab. Durch das Pech wurde die Arche wasserdicht. Das Sühnopfer von Jesus Christus am Kreuz wäscht uns rein von aller Sünde, und sein Blut ist uns ebenso eine sichere „Bedeckung“.
 
Was aber, wenn Noah die Tür nicht richtig zumacht? Kann Noah denn nicht vielleicht doch einen Fehler machen und verloren gehen? Wir lesen, „der Herr schloß hinter ihm zu.“ (7:16b)
 
Die Arche war dicht und blieb trocken. Es war Gottes Werk der Gnade.
 
Auch wir dürfen Heilsgewissheit haben. Wir sind versiegelt worden mit dem Heiligen Geist. (Eph 1:13) Und der Heilige Geist selbst sagt uns, dass wir Kinder Gottes sind. (Röm 8:16)
 
Ich wünsche uns allen, dass wir
  1. … Gott fürchten im Blick auf das kommende Endgericht
  2. … mit Gott wandeln und gehorsam sind wie damals Noah
  3. … in Jesus Christus gerettet sind wie Noah in der Arche
 
Amen.
 

PREDIGT-SERVICE


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