Gustav Doré


Teil I: „Nehmt euch Lämmer“ - aber nicht irgendeins!
  1. Makellos, männlich, einjährig
  2. „Siehe, das Lamm Gottes!“
Teil II: Bestreicht die Türpfosten mit dem Blut
  1. „Genau so“: Und was soll das bringen?
  2. „Das Blut Jesu Christi reinigt uns!“
Teil III: Sicher und geborgen im Haus des Herrn
  1. Esst das Lamm, bleibt im Haus bis zum Morgen
  2. „Zieht weg von Ägypten und dient dem Herrn!“

Das Passah: Geborgen im Schutz des Blutes
 
Lesen wir den Text: 2. Mose 12:1-13.21-31
 
 
Teil I:  „Nehmt euch Lämmer“ - aber nicht irgendeins!
 
„Macht euch auf und nehmt euch Lämmer für eure Familien und schächtet das Passah!“ (12:21) Und vorher steht geschrieben: „Am zehnten Tag dieses Monats nehme sich jeder Hausvater ein Lamm, ein Lamm für jedes Haus.“ (12:3f. – oder mit dem Nachbarn)
 
Die Anweisung gilt den „Ältesten in Israel“ und den „Hausvätern“. Sie sollen sich ein Lamm besorgen. Nicht die Mütter, nicht der Onkel, nicht die Kinder. Auch nicht der Levit. Die Aufgabe kann nicht ausgelagert und anderen übertragen werden. Alle Väter in Israel werden hier aufgefordert, Verantwortung für ihr Haus zu übernehmen. Sie haben Familien gegründet, nun müssen sie für sie sorgen. Nicht nur materiell, auch in geistlichen Dingen.
 
Sie brauchen ein Lamm, aber nicht irgendeins. Auch hier gibt es klare Anweisungen aus der Bibel. Es „soll makellos sein, männlich und einjährig.“ (12:5) Keine gebrochenen Knochen, keine Krankheiten, keine Erblindung soll an dem Lamm zu finden sein. Geht nicht auch ein zweijähriges? Nein, das wird nicht angenommen. Ein weibliches? Nein, es muss ein männliches Lamm sein. Warum? Weil Gott es so sagt und Gehorsam erwartet. Ganz sicher hatten viele Israeliten den Grund dafür und die Prophetie dahinter gar nicht verstanden. Aber sie mussten gehorsam sein. Es ging um Leben und Tod.

Erinnern wir uns, Israel war in Ägypten versklavt und Gott war gerade dabei, sie zu befreien. Sie standen kurz vor dem Auszug aus Ägypten und der Wüstenwanderung. Neun Gerichtsplagen hatte Gott schon gesandt, nun stand die zehnte bevor. Gott hatte angekündigt, in der folgenden Nacht jeden Erstgeborenen in Ägypten zu töten es sei denn, im Haus wurde das Lamm geschlachtet und das Passah gefeiert. Und wenn das Lamm nicht angenommen wurde, weil es nicht den Anweisungen entsprach? Dann musste auch in diesem Haus der Erstgeborene sterben. Kein Haus blieb von der Plage verschont, nur weil es von Jakob abstammte. Gott machte einen Unterschied allein im Blick auf das Lamm.
 
Lesen wir heute: „Nehmt euch Lämmer!“, dann ist Jesus Christus gemeint. „Siehe, das Lamm Gottes!“ hat Johannes der Täufer ausgerufen und auf Jesus Christus gezeigt. (Joh 1:29.36) „Denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden: Christus.“ (1 Kor 5:7)
 
Schaut auf Jesus!

Und das gilt auch heute zuerst den Vätern im Blick auf ihre Familien. Das muss betont werden. Erziehung scheint Frauensache geworden zu sein. Wenn man die Kinder nicht in eine staatliche Einrichtung auslagert, dann übernimmt die Erziehung in vielen Häusern nur noch die Mutter. Der Vater? Der muss arbeiten, ist nicht zu Hause. Und wenn er ganz viel Geld mit nach Hause bringt, wird er dafür sogar noch gesellschaftlich anerkannt.
 
Der Hausvater in Israel nimmt das Lamm, schlachtet es, feiert ein Fest und die Kinder sind dabei! Sie spielen nicht draußen, sie gehören dazu. Sie bekommen alles mit und stellen ihre Fragen. Der Hausvater hört ihnen zu, spricht mit ihnen, erklärt so vieles. Wir dürfen das nicht auslagern, wir müssen die geistliche (Lehr-)Verantwortung für unsere Kinder selbst übernehmen! Gesunde Gemeinden bestehen aus gesunden Familien, und die bestehen aus gesunden Ehen. Die Frau ist dem Mann dabei eine Hilfe. Gemeinsam begegnen auch die Kinder dem Herrn Jesus im täglichen Leben, lernen ihn kennen, werden mit ihm vertraut, gewinnen ihn lieb. Und wenn sie beständig im Kreis der Gläubigen unter dem Segen Gottes stehen, dann werden sie auch unter dem Segen bleiben. Wenn wir sie jahrelang unserem Herrn anvertrauen, dann wird der Herr auch in den folgenden Jahren bei ihnen bleiben. Das soll und muss unser Gebet, unsere Hoffnung und unser Glaube sein.
 
„Nehmt euch Lämmer“ - aber nicht irgendeins! Schaut auf Jesus – aber nicht auf irgendeinen. Nicht auf einen mit Makel, nicht auf einen weiblichen oder wie auch immer. Heute gibt es viele Vorstellungen von Jesus, die meisten sind falsch. Jesus Christus ist eine Person, und die gibt es nur einmal! Manche Menschen verkündigen einen „anderen Jesus“ (2 Kor 11:4), den es nicht gibt. Dieser „andere Jesus“ hört nicht, er hilft nicht, und er rettet auch nicht!
 
Die Muslime glauben an Jesus, die Hindus glauben an Jesus, die Liberalen glauben an Jesus. Aber für sie ist Jesus nur ein Mensch unter vielen, nicht der Sohn Gottes – sündlos, makellos. Auch viele sog. Christen glauben heute an einen „anderen Jesus“. Für sie ist Jesus der, der ihre Wünsche erfüllt. Oder eine Art Ticket in den Himmel. Oder ein Lückenbüßer oder wie auch immer. Wir müssen wirklich aufpassen, dass wir nicht einen „anderen Jesus“ anbeten oder gar verkündigen.
 
Ich fand die Vorstellung schon immer schrecklich, dass es Menschen gibt, die an einen gewissen Jesus glauben, der sie aber nicht rettet. Sie sitzen jahrelang in der Gemeinde und fühlen sich sicher, sind es aber gar nicht. Sie fühlen sich so sicher wie solche damals, die zwar ein Lamm geschlachtet haben, das von Gott aber nicht angenommen wurde, weil es nicht makellos war. Wie können wir also sicher sein?

Denken wir an die Geschichte von Abraham und Isaak. Gott selbst hat für das richtige Lamm gesorgt. Wenn wir demütig bleiben und Gott suchen, dann wird er sich uns offenbaren. Dann brauchen wir keine Sorge haben, dass wir an einen falschen Jesus glauben, der uns nicht rettet. Lesen wir die Bibel und bleiben wir im Gebet. Gott kommt zu uns, wenn wir ihn suchen. Das Lamm kommt zu uns. Er rettet uns.
 
 
Teil II: Bestreicht die Türpfosten mit dem Blut
 
Nehmt euch Lämmer für eure Familien und schächtet das Passah! Und nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut im Becken und bestreicht mit diesem Blut im Becken die Oberschwelle und die zwei Türpfosten. Und kein Mensch von euch soll zu seiner Haustür hinausgehen bis zum Morgen! Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten, so wird er, der HERR, an der Tür verschonend vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um zu schlagen.“ (12:21-23)
 
„Nehmt euch Lämmer“ - und dann schächtet! Nehmt das Blut und bestreicht euren Türrahmen damit. Wenn kein Blut am Türrahmen ist, dann nützt euch auch das makellose Lamm nichts. Folgt den Anweisungen, selbst wenn ihr nicht alles versteht. So mancher wird sich damals gefragt haben, „Was soll das? Was denkt Gott sich dabei? Braucht Gott das? Weiß Gott nicht auch so, dass ich an Ihn glaube?“ Wenn Gott klar zu uns redet, dann ist es zunächst einmal egal, ob wir alles verstehen oder nicht. Wir sollen gehorsam sein. Im Vers 28 lesen wir: „Und die Kinder Israels gingen hin und machten es so; wie der HERR es Mose und Aaron geboten hatte, genau so machten sie es.“
 
Das Schöne ist heute, dass Gott uns Menschen so vieles erklärt. Wir haben die ganze Bibel, den vollständigen Kanon. Im Hebräerbrief steht geschrieben: „Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“ (Hebr 9:22) Schuld muss gesühnt werden. Die Sünde ist schlimm und hat den Tod zur Folge. Entweder unseren eigenen oder den des Opfers, das an meiner Stelle stirbt. Wenn wir Jesus Christus nicht als unser persönliches Sühnopfer im Herzen haben, dann sind wir für alle Ewigkeit von Gott getrennt in der Hölle, das ist der ewige Tod.
 
In der Kirchengeschichte gab es i.w. sechs Theorien über den Kreuzestod von Jesus Christus:
 
(1) „Ransom from Satan Theory“ (Christus hat uns – alle Menschen – von Satan losgekauft. Das ist falsch, weil Satan keine Besitzrechte hat und es Allversöhnung lehrt.)
(2) „Commercial Theory“ (Christus hat für unsere Schuld bezahlt und so die Ehre Gottes befriedigt und wieder hergestellt. Das ist problematisch, weil Gott nicht jähzornig oder beleidigt ist, sondern erhaben und gerecht – mit heiligem Zorn.)
(3) „Example Theory“ (Christus stirbt als Vorbild und inspiriert uns, Buße zu tun und gehorsam zu sein. Das ist falsch, weil es Werkgerechtigkeit lehrt.)
(4) „Moral Influence Theory“ (Der Opfertod zeigt uns die Liebe Gottes, die uns dazu anleitet, sich zu Gott zu bekehren und Ihn zu lieben. Auch das lehrt Werkgerechtigkeit.)
(5) „Governmental Theory“ (Der Kreuzestod bewirkt Abschreckung, stellt Gottes moralische Herrschaft wieder her. Ziel von Strafe ist aber Vergeltung, nicht Abschreckung.)
(6) „Penal Substitution Theory“ (Der Kreuzestod war die gerechte Strafe für den Sünder, die Christus an seiner Stelle stellvertretend gesühnt hat. Das ist die biblische Lehre.)
 
„Jesus starb für mich, an meiner Stelle“, das lehrt die Bibel und das glauben wir. „Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt … um seine Gerechtigkeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.“ (Röm 3:25f.) Ich kann nicht heute betrügen und morgen spenden und dann ist alles wieder gut. Sünde muss bestraft werden, sonst ist Gott nicht gerecht. Und das tut Gott. Entweder ist Jesus Christus für mich gestorben und hat die Strafe für mich auf sich genommen, oder die Strafe liegt noch auf mir.
 
Was glauben die Liberalen heute?
 
„Gott braucht kein Sühnopfer. Es muss ja nicht sein Zorn durch unschuldiges Leiden besänftigt werden. Pfarrer sind frei, den Kreuzestod Jesu in ihren Predigten unterschiedlich zu deuten.“ Das Zitat ist von Nikolaus Schneider, ehem. Präses der EKD (idea 14/2009).
 
Herr Schneider vermischt die „Commercial Theory“ mit der „Penal Substitution Theory“ und wirft beide über Bord. Es geht bei dem Opfertod von Jesus ja nicht um die Besänftigung von Gottes Zorn, sondern um die Erfüllung von Gottes Gerechtigkeit. Jesus Christus hat den Zorn Gottes nicht besänftigt, sondern auf sich genommen. Der Zorn Gottes über die Sünde und über den Sünder ist immer noch da! „Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Joh 3:36) Die Frage ist nicht, ob Gott immer noch zornig ist. Die Frage ist, ob dieser heilige, gerechte Zorn noch auf uns liegt oder auf Jesus Christus am Kreuz.
 
Gott ist erhaben. Er braucht natürlich gar nichts, Gott ist selbstgenügsam. Insofern braucht Gott tatsächlich kein Sühnopfer – aber wir brauchen es! Wenn Jesus nicht für mich persönlich gestorben ist, dann bin ich nicht gerettet, dann liegt der Zorn Gottes noch auf mir.
 
Zurück zur Passah-Geschichte. Die Israeliten nehmen ein Lamm und schächten es, bestreichen das Blut an die Türpfosten. Damit ist das Lamm an ihrer Stelle gestorben und der Verderber geht vorüber. Wenn sie sich zwar ein makelloses Lamm besorgen, es aber nicht schächten und das Blut nicht an den Türrahmen streichen, dann sind sie nicht gerettet. Wenn wir an Jesus Christus glauben, aber nicht an seinen Opfertod für mich, dann reicht das nicht. Es reicht nicht, zu verstehen und zu sagen, „Jesus ist ein Retter“, wir müssen sagen können: „Jesus ist mein Retter!“ In dieser persönlichen Beziehung mit Jesus Christus muss ich leben.
 

Das Blut Jesu Christi reinigt uns von aller Sünde.“ – 1 Joh 1:7

 
Das Blut des Lammes muss an meine Herzenstür. Wir bekennen, dass wir Sünder sind und Gottes Strafe verdienen. Wir verstehen und glauben, dass Jesus Christus diese Strafe auf sich genommen hat und wir deswegen freigesprochen sind zum ewigen Leben. In diesem Glauben leben wir mit unserem Herrn Jesus Christus, in aller Dankbarkeit.
 
 
Teil III: Sicher und geborgen im Haus des Herrn
 
Die Israeliten sitzen also über Nacht im Haus, Familien unter sich, sie essen das Lamm und sind sicher und geborgen im Schutz des Blutes, während der HERR um Mitternacht alle Erstgeburt im Land Ägypten schlägt, „von dem erstgeborenen Sohn des Pharao, der auf seinem Thron saß, bis zum erstgeborenen Sohn des Gefangenen, der im Gefängnis war, auch alle Erstgeburt des Viehs. Da stand der Pharao auf in derselben Nacht, er und alle sein Knechte und alle Ägypter; und es war ein großes Geschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war.“ (12:29f.)
 
Es passieren schreckliche Dinge. Der Tod kommt in jedes Haus. Die Menschen schreien und weinen. Nur im Volk Israel nicht, sie sitzen im Haus und hören nur, was draußen passiert. Was für ein Unterschied: Gott streitet gegen Ägypten und für Israel. In den ägyptischen Häusern herrscht der Tod, in den israelitischen Häusern Sicherheit, Geborgenheit und Leben. Gott richtet die einen und rettet die anderen: „Es ist das Passah-Opfer des HERRN, der an den Häusern der Kinder Israels verschonend vorüberging in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete!“ (V.27) Ägypten wurde geschlagen und so wurde Israel errettet.
 

„Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist.“ (Ps 33:12; 144:15)

 
In der Gemeinde feiern wir nicht mehr das Passah, sondern das Abendmahl. Wir essen kein Lamm, sondern teilen das Brot und trinken den Wein. Wir haben Anteil an Jesus Christus, an seiner Person und seinem Werk. „Wir sind mit Jesus Christus ein Kuchen“, hat ein Pastor mal gesagt. Wir sind im geistlichen Sinne „eins“ mit ihm wie die Zutaten im Kuchen, die man nicht mehr voneinander trennen kann. Das Lamm wird gegessen und vom Körper aufgenommen. Brot und Wein genauso. Dieser physikalische Prozess mag eine Hilfe für uns sein, die geistlichen Dinge zu verstehen. Wir sind ein Leib Christi, wir haben den Heiligen Geist, sind der Tempel des Heiligen Geistes, Gott ist mit uns und wir sind „in Christus“. Jesus hat gebetet, „auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater in mir und ich in dir, auf daß auch sie in uns eins seien.“ (Joh 17:21)
 
Wir sitzen also in der christlichen Familie, in der Gemeinschaft der Heiligen und haben innigste Gemeinschaft mit unserem Gott. Gott ist mit uns und nicht gegen uns. Er schlägt die anderen und rettet uns. Wir sind sicher und geborgen im Haus, die Türrahmen sind mit dem Blut des Lammes bestrichen und der Verderber geht vorüber. Wir sind geborgen im Schutz des Blutes von Jesus Christus. Wie damals die Israeliten, ist das nicht ein schönes Bild? Draußen ist „die Hölle los“, aber drinnen ist „der Himmel auf Erden.“
 
Auch heute ist großes Geschrei unter den Menschen. Die Nachrichten sind voll von Geschrei. Wenn eine Katastrophe geschieht, dann trauern und weinen alle, aber keiner tut Buße.
 
Aktuell machen sich die Leute sorgen wegen des Flüchtlingsstroms und der Islamisierung. In Österreich gibt es ein Dorf mit weniger als 2.000 Einwohnern, das wurde von mehr als 10.000 Flüchtlingen sozusagen überrannt. Der ungarische Staatschef hat von einer illegalen Invasion gesprochen, und aus politischer Sicht ist es das auch. Die Flüchtlinge selbst erzählen, dass auch Mitglieder des Islamischen Staates mit nach Europa kommen. „Wir werden unvorstellbare Probleme haben“, hat ein Christ neulich in einer Rundmail geschrieben.
 
Oder denken wir an die Einflüsse, denen unsere Kinder ausgesetzt sind. In der Schule lernen sie Unzucht, Unmoral, Götzendienst, Evolution. Scheidungen und Homosexualität seien ganz normal, es werden Grusel- und Lügengeschichten gelehrt, der Gott der Bibel und des Korans sei derselbe, und erschaffen habe Gott die Welt durch Evolution, wenn überhaupt. Die Mitschüler zeigen ihre neuesten Handys und Bilder gehen umher.
 
In Gelsenkirchen leiden wir unter dem Abfall der Gemeinden. Die Landeskirche ist schon lange geschlossen, und das ist auch besser so. Die Bibelkritik ist in Deutschland die größte Sünde. Aber auch freie Gemeinden tun was sie wollen. Es fehlt Erkenntnis und Hingabe. Und wenn man sich dagegen stellt und für die Wahrheit eintritt, steht man oft alleine da.
 
Umso schöner dieses Bild der häuslichen Geborgenheit. Draußen die Islamisierung, drinnen das Gotteslob. Draußen ungezogene Kinder, drinnen segensreiche Familienandacht. Draußen der Unglaube und Abfall der Kirche, drinnen die bibeltreue Gemeinschaft. Ich freue mich immer, mit meinen Kindern über die Bibel zu reden. Wenn ich abends mit meiner Frau bete, ist mir das wie ein sicherer Hafen. Und am schönsten ist es, wenn man sonntags den Gottesdienst in der Gemeinschaft der Heiligen feiert, auch das Abendmahl.
 
Gott richtet die anderen, nicht uns! Gott ist gerade dabei, uns zu retten!

Alle Dinge dienen uns zum Besten! Gott sieht und hört die Bibelkritik in Deutschland und den Götzendienst und sagt sich, dann sollen die Muslime mal kommen und sie werden sehen, ob Allah wirklich derselbe Gott ist. Das ist nur ein Beispiel. Was die Menschen säen, das werden sie ernten. Sie säen Patchwork-Familien, sie ernten ungezogene und dumme Kinder. Sie säen Götzendienst, sie ernten gottlosen Terror. Sie säen Bibelkritik, sie ernten die Verdammnis. Gott richtet, Gott zieht sich zurück. Aber nicht bei uns!
 
Dieses Bild von der Geborgenheit im Schutz des Lammes soll uns vor Augen bleiben. Natürlich sind wir auf dem Weg durch die Wüste, und natürlich sollen wir auch missionieren, aber zuerst einmal sind wir gerettet. Wir haben Heilsgewissheit. Wir tragen den Helm des Heils. Wir brauchen keine Angst haben, was draußen los ist. Deutschland ist nicht gesegnet, aber wir sind es. Für Gelsenkirchen gibt es keine Hoffnung, aber für Jerusalem. Wir schauen nicht in diese Welt, sondern in Richtung himmlische Ewigkeit.
 
„Macht euch auf und zieht weg von meinem Volk, ihr und die Kinder Israels, und geht hin, dient dem HERRN, wie ihr gesagt habt!“ - V.31
 
Am nächsten Morgen geht es los! Israel bricht auf in Richtung verheißenes Land! Raus aus Ägypten, raus aus der Sklaverei, weg von den Götzendienern! Durch die Wüste nach Kanaan. Der Unterdrücker ist geschlagen, von Gott besiegt, wir sind befreit und gerettet.
 
 
Zusammenfassung
 
Wir glauben an Jesus Christus, den sündlosen Sohn Gottes, nicht an einen anderen Jesus. Wir glauben an seinen stellvertretenden Opfertod für unsere Sünden. Und so sind wir geborgen, sicher, gerettet! Wir sind eins mit Jesus Christus, Gott ist mit uns – auf dem Weg in das verheißene Land, ins himmlische Jerusalem.
 
Amen.



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